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Mittwoch, 9. April 2014

Formschnitt Gartenskulpturen ab anno 1998

2008 war ein grünes Gartenjahr, in dem ich erstmalig an der "Offenen Gartenpforte" teilnahm.

Die Idee der "Offenen Gärten" dazu stammt aus England.
Im Jahre 1927 startete die Initiative "Offene Gärten" und hatte damals den gemeinnützigen Zweck, mit den eingenommenen Eintrittsgeldern einen Hilfsfond für die Krankenpflege  zu unterstützen.
Es war eine Initiative, bei der Privatgärten an bestimmten Tagen im Jahr ihre Pforten für das breite Publikum öffneten.
Unterschiedlichste Gärten wurden präsentiert, in denen untereinander Fachwissen zum Thema Gärtnern ausgetauscht wurde.

In etwa seit 1998 hatte ich den Formschnitt für mich entdeckt. Es dauerte mehr als zwei Jahre, bis die ersten Sträucher ihre Form erhielten.
Mein erster Formschnitt(siehe rechts unten) war ein Ligusterstrauch den ich in Anlehnung an den "Denker" von Auguste Rodin am Rande unserer Gartenterrasse formte. Es folgte ein Teddy als Formschnitt und eine "Buschfrau" mit einer stattlichen Höhe von 2,25 m.

Ich wählte den schnell wachsenden Liguster, weil die Triebe dieser in der Wachstumsperiode bis zu 5 cm/Woche an Länge zulegten.
Die langen, nicht geschnittenen Triebe wurden für die passende Form erst mal grob geflochten und geschnürt.
Für die Beine und Hände der Mensch großen Heckenschnitt Form brauchte ich teils über 1,5  Meter lange Triebe.
Diese langen Triebe sind natürlich nicht jedermanns Sache und man muss die Geduld haben bis diese so lang wachsen und weiterhin, muss man auch in der Lage sein, den erst mal  ungepflegten Anblick eines solchen Strauchs zu ertragen.
Sobald ein solcher Strauch nun gebunden ist, kann man ihn noch ein wenig stutzen.
Die gewünschte Form bildet sich anschließend nach und nach mit jedem weiteren Schnitt.
Geschnitten werden die Sträucher mit Hand Strauchscheren. Wer mehrere Formschnittfiguren im Garten stehen hat, wird verständlicherweise gerne zu einer elektrischen Heckenschere(el. Strauchschere) oder einem Busch Trimmer zurückgreifen.
Wichtig ist, dass in einem solchen Fall nicht bei Sonnenschein geschnitten wird, denn die Blätter der Buchsbäume oder Ligustersträucher können an den Schnittstellen verbrennen.
Während schnellwachsende Ligustersträucher in den Sommermonaten wöchentlich geschnitten werden können, benötigen Buchsbäume max. jeden Monat einen Rückschnitt. Manche Gartenbesitzer schneiden den Buchsbaum nur zweimal im Jahr.
So gesehen betrachte ich die notwendige Schnitthäufigkeit der Sträucher als Erfahrungssache.

Solche Gartenskulpturen, die der Gärtner ständig im Auge behält, sind natürlich auch gern gesehene Nistplätze für Zaunkönige. In einem solchen Fall sollte der Vogelschutz Vorrang haben und die betroffene Gartenskulptur erst nach der Brutzeit und bei verlassenem Nest(aller Nestbewohner) wieder geschnitten werden.


 

Donnerstag, 2. Mai 2013

Gelungener Formschnitt dank AHS 35-15 Li

Als prädestinierter Topiary Künstler(vielleicht ein bisschen übertrieben ;o) habe ich die Möglichkeit erhalten, die Heckenschere AHS 35-15 Li zu testen.

Dieser Produkttest fiel mir nicht leicht.
Nicht etwa weil ich ähnliche Geräte schon getestet bzw. im Gebrauch habe und mich an diese gewöhnte.
 Nein, eher weil Mutter Natur mit dem Frühling auf sich warten ließ und ich keinen Faconschnitt an den Hecken und Büschen in Angriff nehmen konnte.

Test Interview:
 Frage 1:
Welches Projekt hast Du schon mit der Heckenschere AHS 35-15 Li gemacht?
    Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast Du benötigt?

Antwort:
 Erste Vorübungen erledigte ich am 20.04.2013 an den 5 Jahre jungen Buchsbaum Abgrenzhecken unterhalb vom Rasen bzw. oberhalb von den Ringpflanzsteinen. Diese Hecken sind 40 cm hoch und erstrecken sich auf einer Länge von 9 und 10 m.
Heute habe ich zwei meiner Strauchskulpturen den Faconschnitt verpasst.

Dabei habe ich genau wie bei den Hecken erstmal den oberen Bereich in Form geschnitten. Anschließend die Seiten. Planlos und dennoch Ergebniszielstrebig sowie spontan.

Die zwei Hecken von insgesamt etwa 20 m konnte ich mit dem teilvorgeladenem Akku problemlos stutzen. Um ein gutes Ergebnis zu kriegen, bin ich zweimal der Heckenkontur nachgefahren, da ich diese beiden Buchsbaumreihen im letzten Jahr wachtumsbedingt kaum geschnitten hatte. So konnte ich die Abgrenzungen fast schnurgerade trimmen.


Frage 2:
Wie beurteilst Du die Akku-Leistung der Heckenschere AHS 35-15 Li?

Antwort:
In Anbetracht dessen, dass ich bis vor 3 Jahren mit einem 24 V Marken Akkutrimmer und dementsprechend schwerem und daher geschultertem Akku in einem langsameren Schnitttempo die Hecken formte, finde ich die Leistung des kleinen mitgelieferten Bosch Akkus für meinen Formschnitt als vollkommen ausreichend.
 Und sollte er mal für die Gartenarbeit nicht ausreichen, kann der austauschbare 10,8 V Lithium-Ionen Akku einfach in der mitgelieferten Ladestation geladen werden. Der Akku besitzt eine Kapazität von 1,5 Ah. Im Vergleich zu dem gleichförmigen Akku des Multischleifers von Bosch- der 1,3 Ah aufzeigt.




Frage 3:
Wie leicht fällt Dir die Handhabung?

Antwort:
Mir persönlich fiel es schwer, mich an die Geometrie des oberen Griffs zu gewöhnen.
Seitlich packend erscheint der Griff zu klein geraten zu sein. Natürlich stellte ich fest, dass mittig angepackt, war die Akku-Heckenschere bei gewissen Arbeiten leichter zu führen.

Nichts desto trotz besuchte ich daraufhin etliche Baumärkte um Konkurenzprodukte in Augenschein zu nehmen, denn schließlich kannte ich nicht nur Heckenscheren mit einen gewissen(fast) Rundumgriff für die linke Hand.

Handpolsterungen sucht man leider vergeblich an den Griffen der AHS 35-15 Li.
Bei der AHS 52 Li sieht und fühlt sich das viel besser an.
Abgesehen davon, ist dieses Gerät durch das geringe Gewicht vorteilhaft bei längeren Arbeiten. Das Gewicht der Akku-Heckenschere ist sogar ein paar Gramm leichter als angegeben. Entfernt man den gut passenden Scherenschutz, der ja beim Heckenschneiden nicht braucht, verringert sich das Gewicht um ein paar weitere Gramm.

Was mir noch auffiel,- das Ende der gegenläufigen Schnittscheren besitzt keinen seitlichen Rammschutz. Einzig mittig befindet sich der Holm an der die Scheren zwangsgeführt werden.

Frage 4:
Bist Du zufrieden mit deinen Arbeitsergebnissen?

Antwort:
Im groben Ganzen - ja.
Bei den jungen Buchshecken hatte ich den Eindruck, dass die zarten Triebe mehrfach den Scherköpfen der Heckenschere entweichen wollten.
 Durch entgegengesetzte Schnittbewegungen konnte ich jedoch alle querstehenden Triebe kappen.
Die bis dato fast ungeschorenen Hecken konnte ich somit fluchtgerade trimmen.

Zwei meiner Topiary Buchsbaum Figuren(Formschnitt) konnten sich anschließend auch über ein gepflegtes Äußeres freuen.

Natürlich könnte das Ergebnis besser ausfallen, das liegt aber nicht an dem Gerät oder in meinem Fall an dem Nutzer, sondern an dem spärlichen Wuchs nach dem langen Winter. Somit hoffe ich, dass, betreffend Arbeitsergebnissen, mir Mutter Natur noch mit einem kräftigen Wuchs unter die Arme greift.

Frage 5: 
Erfüllt die AHS 35-15 Li Deine Anforderungen und Erwartungen?

Antwort:
Arbeitstechnisch- Ja.


Frage 6:
Was können wir zukünftig an der Heckenschere AHS 35-15 Li verbessern?

Antwort:
a.) Den vorderen Griff.
b.) Rammschutz
c.) Aufhängemöglichkeit

Frage 7:
Würdest Du die AHS 35-15 Li auch für weitere Projekte verwenden?

Antwort:
Gewiß, denn Ideen und Aufgaben finden sich immer wieder.

Frage 8:
Wie hat Dir das "Anti-Blockier-System" für unterbrechungsfreies Schneiden gefallen?

Antwort:
Das "ABS" habe ich an einem alten Buchsstrauch getestet und war recht positiv überrascht wie effizient und unproblematisch dies den Scherenbetrieb regelte.

Fazit
 Bosch hat wieder mal bewiesen, dass leistungsstarke Geräte nicht immer groß sein müssen.
Sicherlich, diese Heckenschere AHS 35-15 LI mag vielleicht durch die Mittelgröße gewöhnungsbedürftig sein, aber sie kann sinvolle Dienste im Garten erledigen, nicht wie eine große Heckenschere, nicht wie ein Buschtrimmer, aber auf ihre Weise: ausdauernd und robust.